Fotos: Dr. Karin Rasmussen, Saskia-Marjanna Schulz, Alexandra Gräfin Dohna

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Sonntag, 19. Februar 2012

Selbstzweifel – das kräfteraubende Bremsmodul

Liebe Lilli,

bitte verzeih, dass ich erst so spät antworte. Ich habe lange über Deinen letzten – sehr ausführlichen – Brief nachgedacht. Ja, es ist in mehrfacher Hinsicht nicht leicht, in jedem Fall zu helfen.

Aber ich glaube, das müssen wir auch nicht. Es gibt (zum Glück) viele gleichgesinnte und hilfsbereite Fachleute, die sowohl online wie offline Verständnis, Beratung und Hilfe für die Probleme von hochbegabten Kindern und Jugendlichen und auch für deren Eltern anbieten. Ich empfehle deshalb bei entsprechenden Anfragen gern weiter oder stelle die mir bekannten Adressen zur Verfügung. Du tust das auch. Wir sind uns also wieder einmal einig.

Natürlich ist es manchmal auch einfach notwendig, zuzuhören. Und manche ehrlich besorgte, tief beunruhigte Mutter eines hochbegabten Jungen (Mädchen sind wirklich seltener sogenannte „Sorgenkinder“) ist schon froh darüber, wenn man ihr vorurteilsfrei zuhört. Zu oft ist sie mit ihrem Bemühen auf der Suche nach dem besten Entwicklungsweg für ihr Kind am Unverständnis der anderen gescheitert. So, als wäre es doch schon ein Riesengeschenk, ein so besonderes Kind zu haben und damit alle Wege in eine glänzende Zukunft für dieses Kind quasi von selbst geebnet. Klagen auf hohem Niveau, selbsterfundene Probleme, Wichtigtuerei? Betroffene wissen, dass dem nicht so ist.

Aber wer kann heute überhaupt noch voraussagen, welcher Weg der beste, welche Entwicklung die erfolgversprechendste ist? Weder bestimmte Schulformen, noch konkrete Berufsfelder garantieren tatsächlich den späteren Erfolg. Es ist sehr schwierig geworden, über mehrere Jahre vorausschauend zu erkennen, welche Entwicklung „sich lohnt“. Es kommt auch sehr darauf an, was man unter einem sinnvollen, erfolgreichen, eben lohnenden Leben versteht.
Ich stimme Dir zu: Es ist – so glaube auch ich – sehr sinnvoll, sich selbst gerecht zu werden. Dazu muss man viel über sich selbst wissen, sich selbst akzeptieren können und häufig muss man auch in der Lage sein, sich selbst „erklären“ zu können. Und man braucht Kraft: Die Kraft, mit Widerständen und Niederlagen umzugehen, sich gegen Angriffe zu wehren und Barrieren zu überwinden. Und den Mut, nicht mit einem leichten, sorgenfreien Leben zu rechnen!

Es gibt leider in unserer Kultur den weit verbreiteten Hang zur Vervollkommnung der anderen.
Wir kritisieren, was das Zeug hält. Wir wissen genau, was andere falsch machen. Ja, auch Hochbegabte beweisen ihre Intelligenz gern, indem sie bei anderen Fehler, Schwächen, Defizite erkennen und benennen. Und sie meinen es damit gut – genau wie all die anderen hilfreichen Kritiker. So hat sich die Vorstellung irgendwie in viele Köpfen fest gesetzt, man müsse/könne nur einfach alles „richtig“ machen, dann hätte man kein Problem. Aber es klappt einfach nicht!
Ist ja auch klar, warum. Fehler werden immer erst erkennbar, nachdem sie passiert sind! Wir alle sind hinterher klüger als vorher. Und was eine Schwäche oder ein Defizit ist, zeigt sich erst im Versagen – wenn es scheinbar zu spät ist. Aber mal ehrlich: Ich habe in meinem Leben aus meinen Fehlern schneller und gründlicher gelernt als aus Lehrbüchern oder wohlmeinenden Erziehervorträgen (von denen es weiß Gott mehr als genug gab und gibt). Und: Ich habe von Vorbildern gelernt! Und damit sind wir beim Thema Selbstzweifel.

Natürlich ärgert sich jeder Mensch, wenn ihm etwas nicht gelingt. Und selbst die sehr kritikfähigen ärgern sich, wenn sie selbst kritisiert werden. Auch dann, wenn sie die Kritik als berechtigt anerkennen müssen. Es tut einfach nicht gut, kritisiert zu werden. Man fühlt sich in seinem Selbstwert angegriffen, meist mit Recht. Denn der Kritiker fühlt sich in diesem Moment sehr überlegen an – und manchmal ist er das auch. Aber bei weitem nicht immer! Du schreibst ganz richtig, dass Hochbegabte nicht gleich Hochbegabte sind. Genaugenommen ist auch schon eine Typisierung – wie die nach dem von Dir erläuterten Hermann-Dominanz-Instrument (HDI) – schwierig und nicht in jeder Situation wirklich hilfreich. Natürlich kann es sehr aufschlussreich sein, seine eigenen vorherrschenden Persönlichkeits-Profil-Bereiche zu kennen, zu berücksichtigen und ihnen weitgehend gerecht zu werden. Deine Beispiele hierzu sind sehr beeindruckend. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß, dass derartige Selbsterkenntnis wie eine Erlösung wirken kann. Konflikte werden entschärft, unrealistische Ziele erkannt und durch neue ersetzt, die besser zur eigenen Persönlichkeit passen. Und diese Ziele werden, oft in kurzer Zeit und ohne Selbstquälerei, meist auch erreicht.

Und doch: Immer wieder treten Situationen ein, denen man sich nicht gewachsen fühlt. Immer wieder wird man kritisiert, werden Forderungen laut nach Anpassung, Veränderung, „Vervollkommnung“. Das ist an sich sogar gut, schließlich will sich jeder Mensch ja selbst weiter entwickeln. Aber – wem soll man folgen? Wer hat Recht? Welche Schwäche ist wirklich eine Schwäche? Wenn ein hochbegabtes Kind sich im Unterricht permanent langweilt, weil es schon (fast) alles weiß und seine Zeit lieber sinnvoller mit der Aneignung von neuem Wissen füllen würde – ist das ein Fehler? Wenn es die anderen durch Zappelei und Unsinn stört – will es dann nicht nur Aufmerksamkeit für sein berechtigtes Bedürfnis? Oder wenn ein hochbegabter Mitarbeiter in den Projekten seiner Kollegen Schwachstellen aufdeckt, seine eigenen Projekte aber ständig überarbeitet – ist er dann ein unerträglicher Perfektionist, der nie fertig wird?

Es ist schon wahr, unsere Fehlerkultur führt nicht etwa zu beschleunigten Lernprozessen, sondern in erster Linie zu Ablehnung und Strafe. Und besonders schlimm wird es, wenn einem talentierten Menschen oder einem bekannt hochbegabten etwas schief geht! Das dürfte nämlich eigentlich nicht passieren. Nicht, wenn man Talent hat oder sogar hochbegabt ist. Dann muss man alles wissen, können, richtig machen!!! Die Chance, aus Fehlern zu lernen, steht einem dann gar nicht zu! Schließlich hat man ja schon das Privileg der besonderen Begabung.

Leider, leider haben auch viele Betroffene diese Auffassung schon sehr früh angenommen. Sie glauben selbst, dass Fehler ihnen, gerade ihnen, nicht passieren dürfen. Das lockere „dumm gelaufen“ ist ihnen verboten. Sie verbieten es sich selbst. Sie verzeihen sich selbst keinen Fehler, keine Schwäche, keine Niederlage. Denn sie hätten es besser wissen/können MÜSSEN!

Und dennoch passiert es, auch ihnen! Sie verstoßen gegen ihnen vertraute Regeln – wie z.B. sitz still, stör nicht im Unterricht. Oder sie machen sachliche Fehler – ich z. B. verrechne mich oft, sogar beim kleinen 1X1, andere können die Deutsche Rechtschreibung nicht richtig. Oh, das ist peinlich! Auch „Schlimmeres“ passiert. Die Zensuren sind (zu) schlecht, Termine können nicht gehalten werden oder die Arbeitsleistung lässt zu wünschen übrig. Daher der permanente Selbstzweifel, bis hin zur (Selbst-) Verdächtigung, ein Hochstapler zu sein. Denn immer wieder zeigt sich, dass man es hätte besser machen können. Und oft kann man sich selbst gar nicht erklären, warum man es nicht besser gemacht hat. Die Entschuldigungen der weniger Begabten: nicht ausreichend motiviert, kein wirkliches Interesse, zu wenig Übung/Training, unzureichendes Wissen, zu viele andere Verpflichtungen, Überlastung, Überforderung oder einfach Erschöpfung.
Aber das kann bei einem Hochbegabten doch nicht sein? Dieses „Superhirn“ muss doch besser funktionieren als normale Menschen?

Sind wir wirklich zum Funktionieren verdammt? Misst sich der Wert einer Persönlichkeit tatsächlich daran, was sie „besser“ kann als andere? Ist der Leistungswettbewerb eine Werte-Konkurrenz?

Die Sorgen verzweifelter Eltern, die mit allen Mitteln versuchen, ihren Kindern den „besten“ Entwicklungsweg zu öffnen, verstärken oft noch die ohnehin vorhandenen Selbstzweifel. Denn welches Kind weiß schon, ob es zukünftigen Anforderungen gewachsen sein wird? Wer kann das überhaupt von sich sagen? Die Angst vor dem Versagen wächst, je mehr erwartet wird. Und ganz besonders groß wird diese Angst, wenn man weiß, dass man besonders kritisch beobachtet wird.

Ich wurde in letzter Zeit öfters mal von Medienvertretern gefragt, ob ich nicht den Kontakt zu Hochbegabten mit besonders herausragenden Fähigkeiten herstellen könnte. Man wollte Porträts von „Superhirnen“ fürs Fernsehen, kindlichen Schach-Koryphäen, Klaviervirtuosen im Vorschulalter, Mathegenies mit der Fähigkeit, die dreizehnte Wurzel einer Endloszahl im Kopf zu errechnen usw. Nur keine „normalen“ Hochbegabten. Lilli, kannst Du Dir vorstellen, wie viele solche Talente sich selbst in die Öffentlichkeit drängeln? Keiner, kein einziger! Gelegentlich findet sich einer, der eine bestimmte Begabung intensiv trainiert hat und nun nach vielfältigen Aufforderungen von Eltern, Lehrern oder Freunden endlich das Ergebnis seiner vielen Übungsstunden präsentieren soll. Aber auch diese Kandidaten haben Selbstzweifel und Lampenfieber. Sie wissen aus der Erfahrung ihres Trainings, dass längst nicht jeder Versuch klappt.

Wie viel mehr Selbstzweifel müssen dann Menschen haben, die kein besonders spektakuläres Talent vorzuweisen haben, sondern einfach nur besonders gut denken können? Sie können ja auch in Bezug auf ihre eigenen Fehler-Chancen besonders gut denken! Sie können sich das Risiko der Katastrophe sogar mit mathematischer Genauigkeit ausrechnen! Sie kennen unzählige Varianten von Hindernissen, die sich zwischen ihnen und dem Erfolg auftun können. Und sie wissen, wie tief sie fallen können, wenn das Unvermeidliche eintritt.

Eine gute Freundin von mir hat ein Buch über Risiko-Intelligenz veröffentlicht.  Sie beschreibt darin unter anderem, mit wie viel Fantasie wir Menschen versuchen, vorausschauend Risiken zu erkennen, um ihnen dann erfolgreich vorzubeugen – also der realen Gefahr zu entgehen. Mancher Hochbegabte treibt seinen persönlichen Ehrgeiz tatsächlich so weit, dass er von sich selbst verlangt, immer alles richtig zu machen. Auch dann, wenn das Risiko des Scheiterns sehr gering oder die Gefahr nur virtuell ist – vorbeugen ist schließlich besser als „heulen“! Das kann dann auch mal so weit gehen, dass man das Selbstvertrauen stark beschädigt, weil man mit den eigenen Vorbereitungen auf mögliche Gefahren immer noch nicht zufrieden genug ist. Und glaubt, gar keine zufriedenstellenden Leistungen bringen zu können. Weil die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen sind. Es fehlen immer noch ein paar Informationen, Übungen, Erfahrungen …

Nun ist Selbstkritik ja etwas Gutes. Wer sich selbst überschätzt, wird selten auf Anerkennung stoßen. Und wer nicht bereit ist, aus Fehlern zu lernen, kann sich nicht wirklich weiter entwickeln. Aber wenn der Selbstzweifel schon im Vorfeld dazu führt, dass wir uns vor lauter Versagensangst gar nicht mehr zutrauen, etwas zu tun – dann können wir gar keinen Erfolg haben. Und schlimmer: dann „wissen“ wir auch noch, dass diese Erfolglosigkeit sogar durch uns selbst verursacht wird. Wir haben ja nichts getan! Oder wir haben es nicht mit ganzer Kraft getan. Zu leise, zu vorsichtig, zu spät, zu unauffällig …

Erst kürzlich hatte ich wieder so einen „Fall“, von denen auch Du einigen schon helfen konntest. Eine junge Frau, die erst spät von ihrer Hochbegabung überrascht wurde (dabei hatte sie die doch schon immer?) arbeitslos, schon auf Hartz IV und sehr von sich selbst enttäuscht. Sie spürt die innere Verpflichtung, „mehr“ aus sich zu machen. Auf jeden Fall will sie unbedingt wieder eine sinnvolle Arbeit, die auch ihrer Qualifikation entspricht. Aber ihre bisherigen Erfahrungen in der Berufswelt haben sie ziemlich entmutigt. Immer war es nach kurzer Beschäftigungszeit zu Störungen im Teamklima gekommen. Die Kollegen fühlten sich von ihr unter Druck gesetzt, die Chefs waren ihrer Meinung nach inkompetent und die Prozesse in der Firma fand sie ineffizient organisiert. Aber niemand wollte auf ihre Verbesserungsideen eingehen, ihre Lösungsvorschläge auch nur zur Kenntnis nehmen und ihre Kompetenz anerkennen. Übrigens, sie war für das Qualitätsmanagement verantwortlich – sie hat sich also nie angemaßt, alles besser zu wissen und zu können. Es war ihre Aufgabe! Und trotzdem konnte sie „nichts“ erreichen. Die Frustration darüber führte dann mehrmals zur Trennung. Sie verlor ihre Arbeit schon nach kurzer Zeit wieder, obwohl sie sich doch so engagiert hat. Und obwohl ihre Vorgesetzten im Abschiedsgespräch dieses Engagement immer wieder gelobt haben. Ihre Frage an mich lautete ganz selbstverständlich: “Was mache ich falsch? Was muss ich ändern, damit mir das nicht immer wieder passiert?“

Das ist selbstkritisch! Das ist keine Selbstüberschätzung oder sogar Arroganz, wie sie Hochbegabten so gern nachgesagt wird. Im Gegenteil: Hier hatte jemand tatsächlich vom ersten Tag seiner Beschäftigung an sein Bestes gegeben – und dieses Beste ist bei Hochbegabten eben die Fähigkeit zu schnellem Denken, komplexer Informationsverarbeitung, Problemlösungskompetenz. Ihr „Fehler“ war es, zu jedem erkannten Problem Lösungen zu suchen und um deren schnelle Umsetzung zu ringen. Jedes Problem sollte schnellstmöglich gelöst werden! Dafür fühlte sie sich verantwortlich. Das wollte sie gemeinsam mit den Kollegen und Führungskräften erreichen. Aber: Sie war doch „die Neue“! Und noch jung! Sie hatte zwar eine gründliche Ausbildung (!) erfolgreich (!!) abgeschlossen (!!!), aber das war doch alles Theorie!

Du ahnst schon, worauf das hinaus läuft. Sie hat einfach zu schnell zu viel erwartet. Was ihr selbst als Lösung sofort klar und machbar erschien, war für die Kollegen eher eine Zumutung. Und sie hat vorausgesetzt, dass alle die gleichen guten Absichten und Qualitätsmaßstäbe haben (müssen). Dass Kompetenz wichtiger ist als Beliebtheit versteht sich für sie von selbst. Sie hat sich um Verbündete nicht bemüht, sondern einfach vorausgesetzt, dass alle im Unternehmen auch Verbündete sind. In dem Bemühen, Fehler zu beseitigen, hat sie einen sehr schwerwiegenden Irrtum mehrmals wiederholt: Sie hat angenommen, dass es normal (Norm) ist, die Dinge auf ihre Art zu sehen. Dass alle so unzufrieden mit dem aktuellen Zustand sind und schnell zu Lösungen beitragen wollen. Kleine Erfolge waren natürlich zu verzeichnen gewesen. Gesprächspartner hatte es schon gegeben. Chefs hatten manches eingesehen – aber: Das alles war NICHT GENUG!
Das konnte sie sich nicht wirklich als Erfolg anrechnen.

In unserem Gespräch war schnell klar, dass sie diesen Irrtum in Zukunft nicht wieder begehen wird. Aber sofort kam die nächste verzweifelte Frage: Es ist doch meine Natur, so zu denken – dagegen kann ich doch gar nichts machen! Muss ich mich jetzt auf „klein-klein und immer schön langsam“ umstellen, mit so wenig zufrieden sein? Was hättest Du ihr geraten?

Zum Glück hat sie gerade ein attraktives Jobangebot (Dank sei dem Fachkräftemangel), das auch ihrer Qualifikation entspricht und bei dem sie mehr Verantwortung als bisher trägt. Aber nun hat sie Angst, dieses Angebot anzunehmen. Es könnte ja wieder schief gehen. Es könnte wieder nach kurzer Zeit Schluss sein – Erfolge hat sie ja bisher nicht vorzuweisen. Die Herausforderung ist sogar noch höher als in ihren früheren Tätigkeiten, wegen der Verantwortung für mehrere Prozesse gleichzeitig. An die Chance, durch mehr Verantwortung auch bessere Möglichkeiten zur Umsetzung ihrer Ideen zu haben, hat sie bisher nicht gedacht. Und so richtig traut sie sich auch noch gar nicht, daran zu glauben. Sie ist ein wenig misstrauisch: Warum bietet man ihr eine solche Stelle, wo sie doch bisher noch gar nicht bewiesen hat, was sie kann? Sie hat doch erst so wenig vorzuweisen?

Nun, ich hoffe sie noch zu überzeugen, dass sie diese Chance durchaus verdient hat. Denn was sie als geringfügigen Erfolg wertet, ist durchaus eine anerkennenswerte Leistung. Auch und vielleicht sogar gerade deshalb, weil sie eben NICHT die spektakuläre Umstrukturierung eines Unternehmens mit medienwirksamen Verwerfungen in allen Abläufen und den entsprechenden dramatischen Auswirkungen anstreben wird, kann sie schnell Verbündete finden. Sie kann gemeinsam mit den Teams in ihrer neuen Funktion nachhaltige Problemlösungen finden und umsetzen. Und sie wird ihre Begabung dafür brauchen! Denn mehr Verantwortung bedeutet eben auch mehr Probleme, mehr Information, mehr Komplexität – und mehr Risiko.

Liebe Lilli, jetzt bin ich zwar mit dem Thema Selbstzweifel nicht wirklich fertig – aber ich höre an dieser Stelle erst mal auf. Demnächst werde ich einen Vortrag vor Eltern hochbegabter Kinder zu diesem Thema halten dürfen. Das gibt bestimmt wieder interessante Anregungen und neue Fragen. Bis dahin habe ich noch ein paar spannende Wochen und bald ist ja auch der Karneval endlich vorbei, den mag ich nämlich gar nicht. Aber als Frühlingsauftakt verstehe ich ihn doch!

Alles Gute, genieße wenn Du kannst auch mal ein paar ruhige Stunden und liebe Lilli, ich freue mich auf Deine nächste Nachricht.
Deine Karin